"Commit": Vier Tage auf den Spuren der Kanzlerin
„ComMit“ vermittelt Politik, indem man diese „anfassen“ kann. Kombiniert mit dem Besuch von historischen Stätten entsteht eine spannende Mischung, die Zusammenhänge begreifbar macht. Bereits zum zweiten Mal bietet die CDU dieses jeweils über sechs Monate laufende Projekt Jugendlichen zwischen 15 und 20 Jahren an. Auf dem Programm standen bereits unter anderem ein Planspiel zur Kommunalpolitik, ein Besuch im Landtag, sowie ein zweitägiger Aufenthalt in Bonn.
Das Programm in Berlin war eng getaktet. Neben einem Besuch des Anne-Frank-Hauses, der Blindenwerkstatt Otto Weidt, dem jüdischen Viertel rund um den Hackeschen Markt, einer Stadtrundfahrt sowie des Auswärtigen Amtes gab es drei weitere Höhepunkte: Steffen Seibert, der Regierungssprecher und enger Vertrauter der Kanzlerin, nahm sich eine gute Stunde Zeit, um den Jugendlichen einen Einblick in die Arbeit der Regierung zu geben. Und auch die „heiligen Hallen“ des Bundeskanzleramtes blieben den 20 politisch Interessierten nicht verschlossen. Bundeskanzleramtschef Ronald Pofalla begrüßte sie im Bankettsaal und diskutierte mit ihnen über politische Inhalte und Biographien. Die Arbeit eines Parlamentariers nahmen sie zusammen mit Peter Beyer im Gespräch mit dem Abgeordneten im Deutschen Bundestag näher unter die Lupe.
Von den Grauen des DDR-Regimes erfuhren die jungen Besucher im zweiten Teil ihrer Reise. Erst besuchten sie den „Tränenpalast“, die ehemalige Ausreisehalle der Grenzübergangsstelle am Bahnhof Friedrichstraße in der zwischen 1961 und 1989 geteilten Stadt Berlin. Im Anschluss daran wurde in Hohenschönhausen ein ehemaliges Gefängnis der DDR-Staatssicherheit besucht. Nicht zuletzt, weil ein Zeitzeuge und ehemaliger Häftling die Jugendlichen führte, war es ein Programmpunkt, der die deutsch-deutsche Geschichte erfahrbar machte und seine Wirkung nicht verfehlte, so Beyer. Die Jugendlichen konnten in den vier Tagen viele politische und historische Eindrücke sammeln, die beeindruckten, so das Fazit aller Teilnehmer.