CDU-Kreistagsfraktion: C wie Currywurst
Nach dem großen Wahldebakel bei der Landtagswahl hatte der CDU-Fraktionsvorsitzende Klaus-Dieter Völker gestern îm Vorfeld der turnusmäßigen Fraktionssitzung zu einer Aussprache über den Wahlausgang eingeladen. Als Überraschung gab es Currywurst für alle!
Dass er damit den Geschmack der Fraktionsmitglieder traf, war klar, denn während der Sitzungspausen treffen sich Curry-Wurst-Fans aller Fraktionen regelmäßig im Curry-Wurst-Paradies nahe dem Kreishaus. Somit steht die Curry-Wurst, die ursprünglich aus Berlin stammt, seit vielen Jahren auch auf dem Speiseplan der Christdemokraten. Der Vorsitzende dazu: „Wir essen nicht nur seit vielen Jahren Currywurst, sondern machen mindestens so lange auch eine verlässliche Kommunalpolitik mit und für die Menschen im Kreis Mettmann“. Eine Überraschung, die sichtlich gelungen war. Aber es sollte auch die einzige des Abends bleiben. Denn nach einem großen „Dankeschön“ an die Direktkandidaten, herrschte in der folgenden, breit angelegten Diskussion, an der auch das ausgeschiedene Landtagsmitglied Harald Giebels teilnahm, Einigkeit, dass die Wahlkampfstrategie der Landespartei und die Darstellung des Spitzenkandidaten mehr als unpassend waren. Der Fraktionsvorsitzende brachte es auf den Punkt: "An diesem desaströsen Ergebnis trifft zwar Norbert Röttgen die Hauptschuld, aber er war nie allein, sondern hatte einen kompletten Vorstand einschließlich des Generalsekretärs hinter sich“.
In der Konsequenz müsse daher der gesamte Landesvorstand auf dem nächsten Parteitag zur Disposition stehen. Völker wörtlich:“ Ich hätte mir auch Norbert Röttgen als Oppositionsführer im Landtag gewünscht, um die Fraktion aus der Opposition wieder in die Regierung zu führen. Dabei hätte er beweisen können, was er wirklich kann. Im Wahlkampf ist das leider zu kurz gekommen“.