CDU-Chef Völker: „Altenpflegeausbildung darf nicht gefährdet werden!“
Die CDU Kreistagsfraktion – aufgeschreckt durch die öffentliche Proteste, z.B. vor dem Düsseldorfer Landtag – hat die Sorge, dass unter dem Deckmantel der „Plansicherheit“ die von der Landesregierung beabsichtigte gesetzliche Festlegung der bisher freiwillig gezahlten Beiträge, mittelfristig zu einer drastischen Reduzierung von Ausbildungsplätzen in der Altenpflege führt.
Dies würde dem allein der demografischen Entwicklung geschuldeten Bedarf an zusätzlichen Altenpflegern/Innen zuwider laufen.
Dadurch könnte möglicher Weise auch der Kreis Mettmann als Träger eines kommunalen Fachseminars in die Zwangslage versetzt werden, weniger Ausbildungsplätze anzubieten.
Klaus-Dieter Völker: „Was in der Öffentlichkeit als Wohltat verkauft wird, ist in Wirklichkeit ein tiefer Schlag für die Träger solcher Fachseminare. Die übereinstimmende Meinung der Fachwelt bestätigt, dass die kommunalen Träger zukünftig gezwungen sind, die Finanzierungslücke auszugleichen, um das in ihrem Verantwortungsbereich notwendige Pflegepersonal überhaupt ausbilden zu können.“
Die CDU Kreistagsfraktion hatte deshalb zur letzten Kreisausschuss-Sitzung mehrere qualifizierte Fragen an die Verwaltung gestellt, um möglicher Weise notwenige Finanzhilfen im nächsten Haushaltsplan einplanen zu können.
Nach Auskunft der Verwaltung besteht derzeit eine Finanzierungslücke von 90 Euro pro Teilnehmer und Monat. Hochgerechnet auf das Haushaltjahr und die Anzahl der vorhandenen Ausbildungsplätze fehlen in der Kasse der Akademie jährlich rund 450.000 €. Dass die Einrichtung gegenwärtig noch in der Lage ist, das Defizit hausintern durch Quersubventionierungen auszugleichen, wird von den Christdemokraten grundsätzlich begrüßt. Doch die Sorge für die Zukunft bleibt. Daher hat der CDU-Chef in der Sitzung des Kreisausschusses deutlich gemacht, dass man die Akademie im Fall der Fälle nicht im Regen stehen lasse.