Mit gemischten Gefühlen reagiert die CDU-Kreistagsfraktion auf die aktuellen Entwicklungen zum Masterplan Neandertal. In der gestrigen Sitzung des Kreistages hatte die Verwaltung ihren „Plan B“ für die Projekte, die im Rahmen der Ziel-2-Förderung beantragt werden sollen, vorgestellt.

Durch eine massive Kostensteigerung beim geplanten Hochpfad, verbunden mit einer nun erforderlichen europaweiten Ausschreibung, kann diese Maßnahme sowohl unter monetären als auch zeitlichen Gründen kurzfristig nicht realisiert werden.
„Ein herber Rückschlag für unsere Planungen im Neandertal“, findet Klaus-Dieter Völker, CDU-Fraktionsvorsitzender im Kreistag Mettmann. Gleichwohl reagieren die Christdemokraten grundsätzlich positiv auf den von der Stiftung Neanderthal Museum und der Verwaltung vorgestellten „Plan B“. „Unter den gegeben Umständen haben hier die Beteiligten in der kürze der Zeit ein sehr gutes Ergebnis erarbeitet“, findet der Fraktionschef. „Zunächst einmal bin ich sehr froh, dass die Umsetzung der übrigen Projekte, wie z.B. Infozentrum, Panoramaaufzug sowie Aufwertung des Museumsumfeldes und des Parks nach wie vor in vollem Umfang vorgesehen sind“, so Völker. Darüber hinaus begrüßt die Union auch das neue „Zwei-Türme-Konzept“, wonach an den zwei zentralen Attraktionen Museum und Fundstelle, nun zwei 30 bzw. 25 Meter hohe Landmarken vorgesehen sind, auf denen die Besucher auf verschiedenen Ebenen mit allen notwendigen Informationen zum Tal und zur Historie auf technisch sehr hohem Niveau versorgt werden.
Allerdings werden die Unionspolitiker die Planungen zum Hochpfad nicht einfach zu den Akten legen. „Aus unserer Sicht ist der geplante Hochpfad eines der bedeutendsten Projekte in der Palette der touristischen Highlights im Kreis Mettmann“, so Völker. „Wir werden daher alle Kräfte daran setzen, den Hochpfad auch nachträglich zu realisieren, mit den beiden Türmen als Start- bzw. Endpunkt“. Damit die entscheidenden Weichen dafür gestellt werden, legt die CDU-Fraktion sehr großen Wert darauf, dass die Planungen zum Hochpfad bis zur Ausführungsreife weiter betrieben werden. „Wir können dann in Ruhe daran arbeiten, alternative Finanzierungsmöglichkeiten aufzuzeigen bzw. gemeinsam mit der Stiftung Sponsoren zu werben“.
Im Zuge dieser Debatte betont Klaus-Dieter Völker noch einmal die Wichtigkeit, die touristische Vermarktung des Kreises Mettmann unter dem Motto „Natur pur – Kultur live“ in professionelle Hände zu legen. „Nur durch eine offensive Gesamtvermarktung unserer Tourismusregion, in der die bestehenden kulturellen Angebote der Städte und des Kreises vernetzt und sinnvoll mit touristischen Attraktionen verbunden werden, können wir diese einmalige Vielfalt an den Mann bringen“.