Geht es nach dem Willen der CDU-Kreistagsfraktion, soll die Kreisverwaltung im kommenden Ausschuss für Informationstechnologie am 26. September 2013 beauftragt werden, einen „Masterplan E-Government 2020“ zu erstellen. Damit sollen schrittweise alle wesentlichen Verwaltungsleistungen online und barrierefrei bereitgestellt und Antragsverfahren überwiegend elektronisch abgewickelt werden.

Helmut Rohden, Sprecher der CDU im zuständigen Ausschuss, ist überzeugt, dass die Kreisverwaltung damit zukünftig schneller, effektiver, kostengünstiger und bürgerfreundlicher arbeiteten wird. „Verwaltungsmodernisierung ist eine der Hauptaufgaben unserer Zeit. Mit dem neuen E-Government-Gesetz hat der Bund die Rahmenbedingungen geschaffen, mit denen alle Verwaltungsebenen nun mit dem flächendeckenden Ausbau ihrer Online-Dienstleistungen beginnen können“. Dass eine solche Umstellung nicht von heute auf morgen umzusetzen ist und sicherlich auch anfänglich mit höheren Kosten verbunden ist, liegt für die Christdemokraten auf der Hand. „Sie müssen ja erst einmal die technischen Voraussetzungen schaffen, damit das virtuelle Kreishaus in den kommenden Jahren immer mehr zur Realität wird“, erläutert Helmut Rohden. Hier verweist er beispielhaft auf die Chancen, die der neue Personalausweis bietet. „Wer heute im Kreishaus seine Identität nachweisen muss, fährt nach Mettmann, um den Ausweis vorlegen. Zukünftig könnte der Pass dann in der Online-Welt zum Identitätsnachweis so genutzt werden“.
Sollte der Antrag der CDU mehrheitlich verabschiedet werden, ist die Verwaltung in der Pflicht, alle Dienstleistungen der Kreisverwaltung aufzuzeigen, für die eine elektronische Abwicklung in Frage kommt. „Uns ist wichtig, dass der Kreis Mettmann auf diesem Feld nicht abseits steht und sich auf seinen bisherigen Erfolgen bei der elektronischen Dienstleistungserbringung ausruht“, so der Christdemokrat abschließend.